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Privatklinik Dr. Rau - refraktive und plastische Chirurgie in Cham
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DEFAULT : Die Einzelkämpferin
06.04.2017 11:51 (568 x gelesen)

Ringsum entstehen überregionale Großpraxen, Dr. Magda Rau operiert weiterhin alleine.

Seit 1985 ist Dr. Magda Rau als niedergelassene Augenärztin in Cham und Furth im Wald tätig. In ihrer Chamer Augenklinik operiert sie auch. Dass Patienten für einen ambulanten Eingriff den Landkreis verlassen, kann sie nicht verstehen. Rau: „In der Region wird mit modernsten Geräten und auf höchstem Niveau operiert.“


Cham. Der Operationstrakt ist hell beleuchtet. Vor der breiten Glasfront warten Patienten auf ihren Eingriff. Die Operateurin ist Dr. Magda Rau. Als sie sich 1985 im Landkreis Cham als Augenärztin niederließ, war sie die Einzige weit und breit, die die diffizilen Augen-OPs durchführen konnte. Die Augenheilkunde war damals eine andere. „Früher gab es für bestimmte Erkrankungen keine diagnostischen, therapeutischen und operativen Möglichkeiten. Das hat sich enorm entwickelt“, zieht die Ärztin den Vergleich. Für sie bedeutet der medizinische Fortschritt aber, sich ständig weiterzubilden und permanent in die technische Ausstattung der Praxis zu investieren.

| In jedem Raum steht ein anderer Laser

In beinahe jedem Behandlungszimmer in der Praxis steht ein Laser. Jedes High-Tech-Stück hat eine andere Funktionsweise. „Für die unterschiedlichen Eingriffe braucht es jeweils den passenden Laser. Das hängt mit der Strahlenlänge zusammen“, erklärt Rau. Doch die Technik hat ihren Preis. Jedes der Geräte kostete der Medizinerin mindestens eine fünfstellige Summe in der Anschaffung.
Die teure Wartung ist da noch gar nicht mitgerechnet. „Moderne Medizin geht nicht ohne moderne Geräte“, ist sie überzeugt. Im Landkreis Cham ist sie mittlerweile eine der wenigen Augenärzte, die ihre Praxis alleine betreiben. Ganz ohne die Rückendeckung durch eine überregionale Gemeinschaftspraxis mit zig Filialen. Ist es als Einzelkämpferin hart, sich auf dem umkämpften Gesundheitsmarkt zu behaupten? Rau überlegt: „Es ist manchmal schwierig, alles alleine zu schultern. Aber es hat auch seine Vorteile. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Patienten ist mir wichtig, die ich teils seit Jahrzehnten betreue.“ Sie hat allerdings auch auf den Wandel reagiert und eine Zusammenarbeit mit zwei Kollegen aus Wien und Prag vereinbart. Beide sind Experten in der Netzhautchirurgie und kümmern sich mit um Raus Patienten. Überhaupt ist ihr Netzwerk international aufgestellt. Die Augenärztin hat in all den Jahren weltweit zahllose Kongresse besucht – teils als Zuhörerin, teils als Referentin. Dabei stieß sie immer wieder auf neue Methoden, die sie sich aneignete. Das begann schon 1990, als die Behandlung des Grauen Stars noch in den Kinderschuhen steckte. Rau war die erste, die sich an eine ambulante Operation heranwagte. Erst in ihren Praxisräumen in Furth im Wald, seit 1996 in der Augenklinik am Janahofer Kreisverkehr. Die Räume waren für eine ambulante Tagesklinik mit mehreren operierenden Fachärzten konzipiert worden. Nun nutzt ausschließlich Rau die vier Operationssäle, die Sterilisationsund Aufwachräume. Für die Narkose holt sie sich die Unterstützung von Anästhesisten einer Regensburger Praxis.

| Weg mit Brille und den Falten

Bei den Betroffenen mit Grauem Star ist die OP schnell erledigt: Rau entfernt die getrübte Linse und ersetzt sie durch eine Kunstlinse. Die multifokalen Linsen, die sie seit deren Einführung implantiert, sind mittlerweile so ausgefeilt, dass sie sich auf verschiedene Brennpunkte einstellen können und damit sowohl Fern- als auch Lesebrille überflüssig machen. Der Grauen Star zählt überhaupt zu den häufigsten Augenerkrankungen und dessen Behandlung längst zum Standardrepertoire der Augenärztin. Genauso wie die Therapie des Grünen Stars. Hier setzt sie auf die microinvasive Glaucomchirurgie. Als Rau 2009 als eine der ersten in ganz Deutschland bei ihren Grünen Star-Patienten einen sogenannten Mikro-stent-Cypass implantierte – dieser soll den Abfluss des Kammerwassers verbessern und dadurch den Augendruck senken – berichtet sogar das Fernsehen über den Eingriff.

| „Das ist nicht gut für den Landkreis!“

Eine immer größere Rollen spielt die Laseroperation von Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung. Die Landkreisbürger wollen ihre Brille loswerden. Das klappt mit einem „Excimer-Laser, der selbst in großen Städten wie Amberg, Straubing oder Weiden nicht vorhanden ist“, betont die Ärztin. Bei Betroffenen jenseits des 45. Geburtstags – bei ihnen beginnt langsam die Altersweitsicht – setzt Rau auf den Linsenaustausch. Seit kurzem wendet sie auch eine neue Behandlung namens Presbylasik an, um hohe Kurzsichtigkeit zu beheben. Apropos Alter: Die Ärztin hat sich zudem Methoden zur Oberlidoperation, Botoxbehandlung und der Verwendung von Hyaluronsäurepräparate zur Faltenunterspritzung angeeignet. Die Therapie von Makula-Degeneration, Augendruckmessung, Kontrastuntersuchung der Netzhaut – die Liste der Behandlungen und Operationen, die Rau in ihrer Augenklinik durchführt, ist lang. „Ich möchte den Patienten im Landkreis Cham die Möglichkeit einer umfrangreichen und heimatnahen augenärztlichen Versorgung bieten“, betont sie. Es schmerzt sie, dass mit der Übernahme von Arztsitzen im Landkreis durch überregionale Gemeinschaftspraxen zunehmend OPs in größere Städte abgezogen werden. „Das ist nicht gut für den Landkreis“, bedauert sie die Abwanderungsbewegung. Denn mit jedem Patienten, den der Landkreis verliert, geht auch ein Stück der medizinischen Vollversorgung und der Wertschöpfung verloren.

Quelle: Chamer Zeitung - Elisabeth Geiling-Plötz


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