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Privatklinik Dr. Rau - refraktive und plastische Chirurgie in Cham
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DEFAULT : Grüner Star: Erfolg für Arbeit von Dr. Magda Rau
21.11.2016 18:21 (607 x gelesen)

Erfolg nach acht Jahren Arbeit in der von Frau Dr. Rau verwendeten Behandlungsmethode CyPass Micro-Stent ...

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Grüner Star: Erfolg für Arbeit von Dr. Magda Rau

Größte US-Glaukom-Studie und AOK Bayern ebnen den Weg für Micro-Stent-Behandlung

Darauf hat die in Furth wohnhafte Augenärztin Dr. Magda Rau acht Jahre hingearbeitet:

Der CyPass Micro-Stent erhielt nun nach der europäischen Zulassung auch in den USA die FDA-Zertifizierung (diese regelt dort die Zulassung von Medizinprodukten). Es handelt sich um die innovative Behandlung des Grünen Stars in Form eines kleinen, unscheinbaren Plastikröhrchens, das in das Auge durch einen ganz kleinen Schnitt eingebracht wird, um den erhöhten Augendruck dauerhaft zu senken.

Zudem werden nun die Kosten für den CyPass Micro-Stent wie auch für die Operation von den deutschen Krankenkassen übernommen.

Das ist ein ganz großer Erfolg – nicht nur für mich und das große Team, in dem ich von Anfang dabei war, sondern in erster Linie für die Patienten“, sagt Dr. Magda Rau, die in Cham eine Privatklinik betreibt.

2008 begann Forschung

Alles begann 2008, als die Furtherin in San Francisco/USA in Kooperation mit der Firma Transcend den Micro-Stent in das Auge einer Leiche implantierte. Schon damals war sie in diesem Forschungs-Team tätig.

Ich habe es über all die Jahre intensiv begleitet, den Hersteller beraten.“ Der Versuchsansatz war, mit einem kleinen Röhrchen aus Kunststoff mit gerade einem halben Millimeter Durchmesser, das durch einen kleinen Schnitt über die Vorderkammer des Auges, zwischen Leder- und Aderhaut, eingesetzt wird, einen Abfluss des überflüssigen Kammerwassers zu schaffen.

Das Forschungsziel: dauerhaft den Augendruck senken.

Schnell zeichnete sich ab, dass diese Methode in der Behandlung des Grünen Stars großen Erfolg haben könnte. „Die bisherigen Operationsmethoden sind mit vielen Risiken verbunden. Die nachoperative Behandlung ist sehr aufwendig und verlangt oft andere, kleinere Eingriffe.

Nach längerer Zeit vernarbt die künstlich geschaffene Öffnung für das Kammerwasser unter der Bindehaut und muss wieder operiert werden“, erklärt Dr. Rau die bisherige Problematik. Die neue, mikroinvasive Glaukom Chirurgie (MIGS) erlaube, sowohl leichtere Formen des Offenwinkelglaukoms als auch schwerere zu behandeln. Es handle sich hier um Patienten, die mit Augentropfen Probleme haben oder bei denen die Tropfen nicht ausreichen, um die entstehenden Schäden am Sehnerv zu verhindern.

Auch die maximale Therapie muss nicht unbedingt eine Senkung des Augendruckes bringen. Dadurch entstehen Schäden am Sehnerv, die sich nicht mehr beheben lassen“, weiß sie.

Der Micro-Stent habe zudem den Vorteil, dass er den Augendruck selbst dann reguliert, wenn man keine Tropfen einsetzen kann – so zum Beispiel während der Nacht.

Deshalb empfiehlt sie die Stent-Operation bei Patienten, bei denen irreparable Schäden am Sehnerv trotz Tropfenanwendung entstehen.

Sicherer und günstiger

Seit 2009 wendet Dr. Magda Rau in ihrer Chamer Augenklinik die CyPass-Micro-Stent-Methode an.

Zuerst hatte sie den CyPass im Rahmen einer multizentrischen europäischen Studie implantiert, später außerhalb dieser Studie als erste Augenärztin in Bayern. Bereits im Jahr 2011 konnte sie 40 erfolgreiche Operationen dieser Art vorweisen - allein in ihrer Klinik. „In der Augenklinik Cham habe ich inzwischen bereits über 200 CyPass implantiert.

Ich bin nach vielen Jahren von der Wirksamkeit dieser Methode absolut überzeugt. Der CyPass kann den Augendruck reduzieren und dadurch die Schäden am Sehnerv vermeiden“, betont Dr. Rau.

Ihr Ziel: Die Lebensqualität der Patienten verbessern.

Ihre Pionierarbeit hat sich gelohnt.

Der CyPass wurde wegen seiner hervorragenden Drucksenkung und Sicherheit von der amerikanischen Firma Alcon übernommen.

Seit Jahren referiert und publiziert Dr. Rau über die Ergebnisse weltweit. Seit heuer hält sie europaweit Kurse, um operierende Augenärzte in dieser Methode zu schulen.

Nun der nächste Erfolg: In Bayern wird diese mikroinvasive Glaukoma Chirurgie (MIGS) seit einem Monat von der Krankenkasse AOK übernommen; die anderen Kassen ziehen nach. Grund: Es bilde sich keine störende Blase unterhalb der Bindehaut wie bei herkömmlichen Methoden. Die Platzierung des Cy-Pass-Implantates lasse sich zudem mit der Operation des Grauen Stars verbinden; die Wirkung sei in den meisten Fällen dauerhaft.

Mit ausschlaggebend war neben der medizinischen Effizienz auch das im Vergleich zu anderen Methoden deutlich günstigere Verfahren.

Zudem habe diese Idee bei der bisher größten Glaucom-Studie in den USA überzeugt, weshalb der Micro-Stent CyPass nun die FDA-Zulassung erhielt. Die Further Augenärztin sieht sich am Ende eines langen Weges, den sie zusammen mit ihrem Team gegangen ist. Dr. Rau, die weltweit bei Kongressen eine gefragte Referentin ist: „Ich freue mich, dass unsere Arbeit fruchtvoll war.“

? Grüner Star

Der Grüne Star ist heimtückisch.

Er wird von den Patienten erst bemerkt, wenn die Sehschärfe schlechter und das Gesichtsfeld weitgehend beeinträchtigt wird. Das Schlimme: Anders als beim Grauen Star lassen sich Schäden nicht mehr rückgängig machen. Deshalb sind die regelmäßigen jährlichen Kontrollen des Augendruckes nach dem 45. Lebensjahr notwendig.

Die häufigste und in meisten Fällen auch ausreichende Behandlung des Offenwinkelglaukoms ist eine medikamentöse Therapie, also eine Therapie mit Augentropfen. Jedoch gibt es Menschen, die diese Therapie nicht vertragen oder bei denen die Therapie trotz verschiedener Augentropfen nicht in der Lage ist, den Augendruck zu senken und damit die Schäden an dem Sehnerv zu verhindern. In solchen Fällen ist die CyPass-Implantation eine neue Möglichkeit, den Augendruck zu senken, die Zahl der Augentropfen zu vermindern oder auf sie ganz zu verzichten.


http://plus.idowa.de/

Quelle: Chamer Zeitung (idowa) - Linsmeier Thomas


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