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Privatklinik Dr. Rau - refraktive und plastische Chirurgie in Cham
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Crosslinking der Hornhaut


Das Corneal Crosslinking ist eine Behandlungsmethode zur Quervernetzung der Hornhaut bei Keratokonus (Hornhautkegel) und anderen Keratektasien (Ausstülpungen der Hornhaut).

Beim Keratokonus handelt es sich um eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut aufgrund einer Verdünnung des Hornhautgewebes, wahrscheinlich aufgrund von Synthesestörungen im Hornhautgewebe. Die Hornhaut ist dadurch zu schwach, dem Augeninnendruck Widerstand zu leisten und wölbt sich mit der Zeit immer stärker zu einem Kegel.

Statistisch gesehen findet sich diese Erkrankung bei etwa jedem 2000. Menschen, eine vererbte Veranlagung wird als möglich erachtet.

Da das Hornhautgewebe sprichwörtlich zu weich ist, kommt es zu häufigen Schwankungen und zur Veränderung der Sehschärfe. Anfangs kann dies gut mittels Kontaktlinsen oder Brille ausgeglichen werden, in fortgeschrittenen Stadien wird dies oft schwierig, da sich im Bereich des Zylinders der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) hohe, schwankende und schwer zu korrigierende Werte einstellen.

Oft kommt es bei einer anfänglichen Kegel-Entwicklung zur spontanen Stabilisierung ohne weitere Verschlechterung. Mittels modernen Vermessungsverfahren (Topographie und Dickenmessung der Hornhaut) sollte die Stabilisierung in diesem Falle jährlich überprüft werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung auszuschließen.

Denn schreitet der Keratokonus fort, kann im schlimmsten Falle eine Hornhaut-Transplantation nötig werden.

Dies kann mittels Härtung der Hornhaut durch Crosslinking effektiv verhindert werden. Dabei wird das Auge mit Vitamin-B2-Lösung befeuchtet, und anschließend mit UV-Licht bestrahlt. Dadurch entstehen neue Quervernetzungen in der Hornhaut. Das Hornhautgewebe wird stabilisiert und das Fortschreiten des Keratokonus gestoppt, ohne dabei die übrigen Strukturen des Auges zu schädigen.

Die 45-minütige Behandlung wird ambulant und unter Lokalanästhesie mittels Betäubungstropfen durchgeführt. Dank neuster Geräte und Medikamente in unserer Klinik ist es nicht mehr nötig, die äußere Schutzschicht der Hornhaut, das sog. Epithel, zu entfernen, so dass nach dem Eingriff kaum mit postoperativen Schmerzen zu rechnen ist. Das Auge wird zuerst für 30 Minuten mit Vitamin-B2-Lösung betropft und anschließend für 10 Minuten mit UV-Licht bestrahlt.

Nach der Behandlung kann das Auge gerötet sein, brennen und tränen. Auch das Sehvermögen wird gestört sein. Diese Beschwerden klingen aber in der Regel binnen 2 Wochen ab. Natürlich erhalten Sie entsprechende Medikamente von uns, die den Heilungsverlauf fördern und die Beschwerden reduzieren.

In den meisten Fällen verläuft die Operation komplikationslos, wenn den Anweisungen unserer Ärzte folge geleistet wird. Ein Verlust des Sehvermögens ist rein prinzipiell zwar möglich, aber extrem unwahrscheinlich. Mögliche Komplikationen sind eine Entzündung der Hornhaut mit Verheilungsstörungen bis hin zur Nabenbildung, die in seltenen Fällen eine Nachoperation zur Korrektur dieser Narben erfordert.

In vielen Fällen nimmt nach der Behandlung die Hornhautverkrümmung um ein bis zwei Dioptrien ab, und ein Tragen von Kontaktlinsen bzw. eine effektive Korrektur mittels Brille wird wieder ermöglicht. Allerdings ist es schwierig, vor dem Eingriff hier eine genaue Vorhersage zu treffen.

Nach Crosslinking in frühen Stadien des Keratokonus kann häufig auch eine Excimer-Laserkorrektur der verbleibenden Sehschwäche ermöglicht werden. Dies lässt sich allerdings erst ca. 6 Monate nach erfolgter Crosslinking-Behandlung beurteilen.

Leider haben die deutschen Krankenkassen diese effektive Behandlungsmethode noch nicht in den Katalog der medizinisch notwendigen Operationen aufgenommen. Deshalb ist es nötig, die Übernahme der Kosten anhand eines Attestes und eines Kostenvoranschlages von Ihrer Krankenkasse prüfen zu lassen.
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